Kennt Ihr eigentlich gebackene Apfelmaultaschen? Außen knusprig, innen saftig und in einer leckeren Vanillesoße gebacken? Falls nein, geht es Euch genauso wie mir. Ich kannte diese süße Leckerei tatsächlich auch noch nicht. Dabei ist sie in Bayern und in Österreich sehr populär. Mehlspeisen haben dort da ja generell eine lange Tradition. So wie diese Maultaschen. Das Originalrezept stammt wohl aus einem bayrischen Kloster und wurde dort in der Fastenzeit serviert. Anders als die schwäbischen Mönche, haben sich die Bayern nämlich nicht getraut, während der Fastenzeit Fleisch in ihren Maultaschen zu verstecken. Bei ihnen gab es die Version mit Äpfeln und Rosinen.
Wie werden die Apfelmaultaschen gemacht?
Eigentlich werden sie aus einem Kartoffelteig aus Kartoffeln vom Vortag gemacht. Ich habe mich aber für eine Variante mit Strudelteig entschieden und backe sie auch gleich in der Vanillesoße. In anderen Rezepten werden die Apfelmaultaschen mit Butter bestrichen im Ofen gebacken und dann mit Vanillesoße serviert. Jede Familie hat da ihr eigenes Rezept.
Der Strudelteig wird nach einer Ruhepause zu runden Kreisen geformt und mit Äpfeln und Rosinen gefüllt. Eine Hälfte wird über die andere geklappt und mit einer Gabel festgedrückt. So entsteht die typische Maultaschenform. Sie werden mit einer Mischung aus Butter und Vanillemilch bestrichen und bei 180° Grad solange gebacken, bis sie oben goldbraun und knusprig sind. Zum Schluss noch mit Puderzucker bestäuben und mit der restlichen Vanillesoße servieren.
Gerade jetzt in der Herbstzeit ein richtig schönes Wohlfühlessen.
Gebackene Apfelmaultaschen
Zutaten:
- 200 g Mehl
- 1 Ei
- 80 ml Milch
- 1 TL Salz
- 1 EL Öl
Zutaten für die Füllung:
- 2 mittelgroße Äpfel (Boskop oder Elstar)
- 2 EL Zucker
- 1 Messerspitze Zimt
- 40 g Rosinen (optional)
Für die Soße:
- 500 ml Milch
- 30 g Butter
- 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanillepaste
- Puderzucker zum Bestäuben
So werden die Apfelmaultaschen gemacht:
- Mehl, Milch, Ei, Salz und Öl zu einem glatten Teig verkneten und bei Zimmertemperatur abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen.
- In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Scheiben schneiden.
- Äpfel mit Zucker, Zimt und Rosinen mischen und zur Seite stellen.
- Nun den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einer Rolle formen. Die Rolle in 8 große Stücke teilen und die Stücke zu Kugeln formen.
- Kugeln zu runden Fladen ausrollen (ca. 15 cm groß).
- Apfelfüllung darauf verteilen und die eine Hälfte über die andere klappen. Den äußeren Rand mit einer Gabel zusammendrücken und die Maultasche dadurch verschließen.
- Milch, 30 g Butter und das Mark einer Vanilleschote erhitzen (darf nicht kochen), Maultaschen in eine gefettete Auflaufform (mit den restlichen 10g Butter fetten) geben und die Vanillemilch darüber gießen.
- Restliche Äpfel zwischen den Apfelmaultaschen verteilen.
- Bei 180° Grad ca. 45 Minuten backen, bis die Maultaschen oben goldgelb und knusprig sind. Evtl. mit Backpapier abdecken, wenn sie zu braun werden. Noch warm mit Puderzucker bestäubt servieren.
Also macht es Euch doch gemütlich und genießt mal wieder eine leckere Mehlspeise wie von Oma. Habt einen wunderschönen Herbst- Sonntag, Eure Silke
Noch mehr Rezepte für süße Mehlspeisen findet Ihr hier: Omas Apfelküchle oder Schwarzwälder Kirschknödel
Und hier noch ein Bild für Euer Pinterest Board:
Mit diesem Rezept nehme ich auch am Blogevent von Zorra Kochtopf.me teil, das in diesem Monat von Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum ausgerichtet wird. Sie sammelt in diesem Monat, passend zum Herbst, lauter Comfortfood-Rezepte. Gerade jetzt, wenn wieder die Zeit für Kuscheldecken, Kerzen und Tee anbricht, machen wir es uns gerne gemütlich und ein leckeres Wohlfühlessen darf da auch nicht fehlen. Schaut mal vorbei, hier findet Ihr wunderschöne Rezepte für gemütliche Stunden daheim.
Ein super schönes Thema liebe Kathrina, das toll in diese Jahreszeit passt. Danke für Deine Organisation!




















